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| Alarmierung über die Integrierte Rettungsleitstelle Bamberg - Festnetz / Mobiltelefon: 112 Hier finden Sie alle Informationen über die neue Integrierte Rettungsleitstelle. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Einführung HvO
Was ist denn das überhaupt, ein HvO? Was bringt das? Warum brauchen gerade wir sowas? Viele Fragen, die hoffentlich auf dieser Seite geklärt werden können. Sollte es noch
weitere Fragen geben, dann schicken Sie uns doch bitte eine Email. Ihre Frage und die passende Antwort dazu könnte auch für andere Besucher interessant sein. Deswegen
werden wir Sie gerne auf dieser Seite aufnehmen.
Wofür steht "HvO"?
"HvO" ist die Abkürzung für "Helfer vor Ort". Deswegen schreibt man den HvO auch vorne und hinten groß aber in der Mitte klein. Andere gebräuchliche Bezeichungen sind
das englische "First Responder" oder aber auch "Voraushelfer". All diese Begriffe bezeichnen jedoch die gleiche Idee.
Was ist ein "HvO"?
In einer Novelle zum Bayrischen Rettungsdienstgesetz wurde 1998 der HvO erstmals auch in einem Gesetz verankert. Als HvO kommen beispielsweise Einheiten der Feuerwehr oder Personal von Hilfsorganisationen als organisierte Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zum Einsatz. Insbesondere ist dieses System dann von Vorteil, wenn der Rettungsdienst auf Grund langer Anfahrten oder auch wegen Überlastung, besonders in den Nachtstunden und am Wochenende, nicht rechtzeitig eintreffen kann. Bei vielen Notfällen ist der Faktor Zeit entscheidend für das Überleben des Patienten. Bei Unfällen oder Erkrankungen (wie z.B. dem plötzlichen Herztod) ist schnelle und qualifizierte Erste Hilfe überlebenswichtig. Wird das menschliche Gehirn unzureichend mit Sauerstoff versorgt, tritt bereits nach 4-5 Minuten eine bleibende Schädigung ein, nach 10 Minuten ist i.d.R. kein Überleben mehr möglich. Nach der Meinung von medizinischen Experten sinkt die Überlebenschance eines Patienten pro Minute ohne Versorgung um ca. 10%. Hier kommt der entscheidende Vorteil des HvO ins Spiel: Die Zeit. Da der HvO einen kürzeren Weg zum Patienten hat, kann die Zeit ohne Behandlung (das sogenannte therapiefreie Intervall) kurz gehalten werden. Damit steigt die Überlebenschance bei einem Notfall. Im Einzugsbereich eines HvO sind die Bewohner also nicht auf zufällig geleistete Erste Hilfe angewiesen, sondern können sich auf den HvO verlassen, der sach- und fachgerechte Erste Hilfe leistet. Der HvO ersetzt NICHT, und das soll an dieser Stelle ausdrücklichst betont werden, den regulären Rettungsdienst. Er unterstützt diesen lediglich durch die schnelle Erste Hilfe bis zu dessen Eintreffen. Sobald der Rettungsdienst am Einsatzort erscheint, übergibt der HvO den Patienten und der Einsatz ist eigentlich für ihn beendet. Im Allgemeinen ist es jedoch so, dass dann zusammen im Team gearbeitet wird, um Hilfe zu leisten. Oder aber, der HvO kann weitere Hilfe leisten, z.B. die Verwandten des Patienten mit dem Einsatzfahrzeug ins Krankhaus hinterherfahren, damit diese nicht unter Schock selbst Auto fahren müssen. Bitte beachten Sie dazu auch das Bild zur erweiterten Rettungskette, wenn ein HvO verfügbar ist.
Das schwächste Glied in der Rettungskette ist die spontane Erste Hilfe vor Ort. 90% der Schwerverletzten erhalten nach einem Unfall überhaupt keine lebensrettenden Sofortmaßnahmen, 34% der Bevölkerung haben überhaupt keine Ausbildung in Erster Hilfe und 48% der Teilnehmer an einem Ersten Hilfe Kurs fühlen sich unsicher und ratlos. Die Helfer vor Ort verstärken also das schwächste Glied in der Rettungskette, die Laienhilfe. Der HvO ist jedoch kein Freibrief für alle, sich aus der Ersten Hilfe herauszuhalten. Denn auch der HvO braucht eine gewisse Zeit, bis er bei Ihnen sein kann. Gerade die ersten Minuten nach einem Unfall sind entscheidend für den Erfolg der medizinischen Versorgung. Versäumnisse der ersten Minuten können nachher nicht mehr wieder gut gemacht werden. Und zum Stillen einer bedrohlichen Blutung braucht es nicht die Ausrüstung an Bord des HvO-Autos, da genügt auch jeder KfZ-Verbandskasten, wie ihn jeder zu Hause hat. Deshalb fordern wir die gesamte Bevölkerung auf, alle zwei Jahre einen Erste Hilfe Kurs zu machen. Es gibt keine Vorschrift, die so etwas vorschreibt. Aber Sie sollten das für sich selbst und vor allem für Ihre Familie tun. Ihre Lieben könnten die nächsten sein, denen etwas passiert.
Was sind die Vorteile eines HvO?
Kommt der HvO immer?
Im Bayerischen Rettungsdienstgesetz ist genau geregelt, wann der HvO nicht alarmiert wird. Es gilt: Der HvO kommt bei jedem Einsatz, bei dem mindestens ein Rettungswagen in das Einsatzgebiet des HvO alarmiert wird, es sei denn, es ist bereits ein Arzt vor Ort. Es gibt aber noch einen anderen Grund, warum der HvO nicht immer kommen kann: Auch wir müssen arbeiten. Der Dienst als HvO ist rein ehrenamtlich, wir erhalten also keinerlei Gegenleistung dafür. Deswegen können wir den Dienst nur während unserer Freizeit besetzen. Der HvO ist aber garantiert immer zu folgenden Zeiten einsatzklar:
Tatsächlich ist der HvO aber deutlich öfter im Dienst. Nach dem obigen Raster wäre der HvO 103 von 168 Stunden in der Woche einsatzbereit, das entspricht 61% der Zeit. Tatsächlich war der HvO aber im zweiten Halbjahr 2004 im Durschschnitt 141 von 168 Stunden in der Woche einsatzbereit, das sind sogar 84%. Wie kommt das zu Stande? Das liegt zum einen daran, dass die Helfer nicht alle um 6:00 Uhr auf der Arbeit sein müssen, sondern meistens die Nachtschichten bis 7:00 Uhr gefahren werden können. Auch kommen viele Helfer früher als 19:00 Uhr von der Arbeit nach Hause und können so früher den Dienst beginnen. Und schliesslich gibt es immer wieder Freischichten oder Urlaub, in denen die Helfer ebenfalls Bereitschaft übernehmen. An dieser Stelle ein dickes Lob an unsere Helfer, die nie zögern, das Wichtigste zu opfern, was sie haben: Ihre Freizeit.
Welchte Hilfsfristen gelten für das Einsatzgebiet des HvO?
Auszug aus der Zweiten Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Gesetzes über den Rettungsdienst (2.AVBayRDG): Vom 13. August 1975 (GVBI S. 276, BayRS 215-5-1-2-I), zuletzt geändert durch Verordnung vom 13. September 1993 (GVBI S. 736). Auf Grund des Art. 13 Abs. 1 und 2 des Bayerischen Gesetzes über den Rettungsdienst vom 11. Januar 1974 (GVBI S. 1) erlässt das Bayerische Staatsministerium des Innern folgende Verordnung: § 1 Notwendige Anzahl von Rettungswachen und Krankenkraftwagen (1) Es sind so viele Rettungswachen zu errichten, dass jeder an einer Straße liegende Einsatzort in der Regel innerhalb einer Fahrzeit von höchstens 12 Minuten erreicht werden kann (Hilfsfrist). ln dünn besiedelten Gebieten mit schwachem Verkehr kann ausnahmsweise eine Hilfsfrist bis zu 15 Minuten in Kauf genommen werden. Für die Auswahl des Standorts von Rettungswachen sind Besiedlungsdichte und Schwerpunkte von Industrie und Verkehr maßgebend. Rettungswachen sollen nach Möglichkeit an Krankenhäusern eingerichtet werden.
Wie sind die Überlebenschancen mit / ohne HvO?
Hierzu gibt es nach den ersten Erfahrungen und Auswertungen von HvO Projekten weltweit Statistiken mit eindeutigen Aussagen: Die Überlebenschancen von verunglückten oder erkrankten Patienten sind durch den Einsatz von HvO-Standorten um über 25% gestiegen. Überlebensraten bei plötzlichem Herztod
Es ist deutlich erkennbar, daß der Einsatz von Helfern vor Ort eine deutliche Qualitätsverbesserung in der Erstversorgung und insbesondere eine Steigerung der Überlebensrate bei einem Herz-Kreislaufstillstand bringt.
Wie finanziert sich der HvO?
Der HvO erhält von den Krankenversicherungen keine Entlohnung für gefahrene Einsätze (im Vergleich zum Rettungsdienst). Der HvO muss sich also KOMPLETT aus Spenden finanzieren. Da der Betrieb in Form eines freiwilligen Systems erfolgt und keine kommunale Pflichtaufgabe ist (wie z.B. der Brandschutz), gehen die Kosten ausschliesslich zu Lasten des Betreibers. Die Johanniter übernehmen die Versicherung des Einsatzfahrzeuges, der Einsatzkräfte und die Ausbildung derselben. Alle weiteren Kosten müssen erbracht werden durch:
Wie kann man den HvO unterstützen?
Es gibt vier Möglichkeiten, den HvO zu unterstützten:
Alle Informationen darüber, wie Sie ein aktives Mitglied werden können, finden Sie unter dem Punkt "Wer kann beim HvO mitmachen?". Wenn Sie uns finanziell unterstützen möchten, so gibt es mehrere Möglichkeiten. Sie können zum Einen an den Förderverein spenden. Dieser ist gemeinnützig anerkannt, Sie können den gespendeten Betrag also von der Steuer absetzen. Sie können aber auch Mitglied im Verein werden. Ihr Mitgliedsbeitrag ist dann sozusagen eine jährliche Spende. Außerdem erhalten Sie dadurch Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen, z.B. bzgl. bestimmter Ausgaben des Vereins. Generell können Sie sehr helfen, indem Sie aktiv den Verein mitgestalten. Dort gibt es einiges zu tun: Informationsmaterial entwerfen, Benefiz-Veranstaltungen planen und durchführen, Mitglieder betreuen oder sogar Vorstandsmitglied werden und den Verein führen. All diese Tätigkeiten stellen sicher, dass der Verein "rund" läuft. Das wiederum bedeutet, dass die finanzielle Basis für den HvO gesichert ist und er noch lange nützlich sein kann. Schliesslich können Sie auch etwas ganz einfaches machen, was Sie nicht mal Geld kostet: Erzählen Sie den Leuten von uns. Unser wichtigstes Kapital ist die Information. Immer noch weiß ein großer Teil der Bevölkerung im Einsatzgebiet nicht, wer wir sind oder was wir tun. Da kommen dann Vorwürfe wie "Die wollen doch bloß a Geld abzocken" bis "Die sind doch bloß blaulichtgeil". Die beste Waffe gegen Missgunst und Misstrauen ist Information. Reden Sie mit den Leuten über uns. So können solche Gerüchte erst gar nicht entstehen.
Wer kann beim HvO mitmachen?
Zunächst einmal können alle Bürger im Einsatzgebiet beim HvO auch aktiv mitmachen. Es gibt jedoch einige Voraussetzungen:
Interesse? Dann setzen Sie sich doch am Besten gleich mit unserem Standortleiter in Verbindung (siehe Seite Kontakt). Oder aber Sie füllen den Kontaktbogen aus und werfen ihn bei der Geschäftsstelle ein, dann kommen wir auf Sie zu.
Warum ist der Name "HvO Eggolsheim", obwohl das Einsatzgebiet auch andere Gemeinden umfasst?
Der Name "HvO Eggolsheim" geht auf den Namen zurück, den der Rettungszweckverband Bamberg diesem Projekt gegeben hat. Ganz am Anfang wurde der HvO dort beantragt. Und um dem Kind einen Namen zu geben, wurde der Wohnort der beiden Iniatoren gewählt, um den HvO von anderen zu unterscheiden, die noch folgen können. Diese Bezeichnung wurde von der Leitstelle bei der Wahl der Funkrufnamen übernommen, so dass heute auch das Einsatzfahrzeug den Funkrufnamen "HvO Eggolsheim" trägt. Die Wahl dieses Namens hat jedoch nichts damit zu tun, dass wir die anderen Gemeinden im Einsatzgebiet verschweigen wollen. Ganz im Gegenteil: Ohne die tatkräftige Hilfe der Team-Mitglieder aus Hallerndorf würde es heute keinen HvO Eggolsheim geben. Aber stellen Sie sich mal vor, die Alarmierung durch die Leitstelle würde lauten: "Der HvO Eggolsheim - Hallerndorf - Buttenheim - Altendorf zum Einsatz "
Alleine das Aussprechen des kompletten Funkrufnamens würde wertvolle Zeit verschwenden. Vom Bekleben des Fahrzeugs wollen wir mal gar nicht sprechen.
Jetzt könnte man natürlich fragen, warum denn dann der Förderverein nicht anders heisst. Nun ja, dort liegt das Problem ähnlich. Im Vereinsrecht ist geregelt, dass auf
offiziellen Briefen des Vereins der vollständige Vereinsname stehen muss. Das wäre dann
"Förderverein Helfer vor Ort Eggolsheim - Hallerndorf - Buttenheim - Altendorf e.V."
Dies würde zu einigen Schwierigkeiten beim Briefwechsel führen, da die gesamte erste Hälfte jedes Schriftstücks mit dem Namen des Vereins gefüllt wäre... Spaß beiseite,
jeder dürfte wohl einsehen, dass ein derartig langer Name nicht praktikabel ist.
Alternativ stand noch zu Diskussion, den Begriff "Nördlicher Landkreis Forchheim" zu verwenden. Diese Alternative fand jedoch wenig Zustimmung. Erstens gehören die Gemeinden Buttenheim und Alterndorf gar nicht zum Landkreis Forchheim, die Bezeichnung wäre also schlicht falsch. Und zum Zweiten ist diese Bezeichnung viel zu weit weg. Beim HvO engagieren sich Leute aus unseren Ortschaften, Ihre Mitbürger, Ihre Nachbarn. Und nicht Leute irgendwo aus einem Teil des Landkreises. Auch das sollte im Namen zur Geltung kommen. Der langen Rede kurzer Sinn: Wir denken, jeder kann sehen, dass obwohl "HvO Eggolsheim" drauf steht, jeder weiß, dass nicht nur Leute aus der Ortschaft oder der Gemeinde Eggolsheim drin sind. Und jeder Bewohner im Einsatzgebiet darf, kann und soll den HvO als den HvO "seiner" Ortschaft verstehen. zum Seitenanfang |
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